Definition Selbstsabotage Erklärung
Selbstsabotage, was ist das?
Unter Selbstsabotage versteht man einen meist unbewusst ablaufenden Prozess eines Menschen, der dazu führt, dass gerade das Gewünschte nicht nur nicht erreicht, sondern dass die Erreichung gleichzeitig auch noch sabotiert wird.
Beispiele:
- Ein Arbeitsloser sucht "eigentlich" eine neue Stelle, kommt jedoch ständig, entgegen bester Absichten, zu spät zu Vorstellungsgesprächen. Oder er sabotiert unbewusst gleich das Bewerbungsschreiben. Oder er vergisst die Briefmarke. Oder er gibt die Bewerbungsmappe zu spät zur Post. Oder...
- Ein Single mit Partnerwunsch lernt einen potenziellen Partner / Partnerin kennen und bekommt die Telefonnummer. Kurz darauf hat er diese "verloren"...
- Obwohl die Gehaltserhöhung schon längst fällig gewesen wäre und diesbezüglich auch schon das eine oder andere Gespräch geführt wurde, verquatscht sich die Person in den entsprechenden Gesprächen ständig oder vertagt das Thema von sich aus, entgegen dem festen Vorsatz. Nach jedem Gespräch nimmt sich die Person vor, es beim nächsten mal besser zu machen...
Wie "funktioniert" die Selbstsabotage?
Im Modell des NLP geht man davon aus, dass die Selbstsabotage durch unbewusste Glaubenssatzstrukturen resultiert, die früher angelegt worden sind und die, einem Computerprogramm ähnlich, hoch präzise zur Selbstsabotage führen. Ein ähnliches Konzept in der Transaktionsanalyse nennt dasselbe "Skript" bzw. "Skriptsätze".
Wie löst man eine Selbstsabotage wirksam auf?
Manche Autoren schlagen vor, sich selbst einfach mehr zu lieben. Andere Autoren mutmaßen in Selbstsabotagemechanismen gar die reine, positive Absicht für Sicherheit zu sorgen und nennen es Bodyguard (und "vergessen" in ihren weiteren Ausführungen dann ganz, wie man diesen wunderbar sabotierenden "Bodyguard" abstellen kann).
Dem Autoren dieser Seite, Matthias Schwehm, erschließen sich zwar die dahinter liegenden positiven Absichten, allerdings kann er nicht nachvollziehen, wie die genannten Umdeutungs-Vorschläge alleine lösend wirken sollen. Sein Ansatz sieht vor, das Übel direkt an der Wurzel zu packen, sprich die entsprechenden Glaubenssätze aufzulösen. Sei es mit NLP-Methoden, oder aber mit systemischen Methoden wie beispielsweise einer Familienaufstellung bzw. mit der daraus abgeleiteten Technik der Selbstsabotage-Aufstellung. Beide Techniken kommen in den meisten vom Autoren angebotenen Selbstbewusstseinstrainings zum Einsatz.